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Frust am Wochenende? Wie Sie Sonntagsblues überwinden

mindset coach

Bei immer mehr Berufstätigen jault samstags und sonntags der Wochenend-Blues. Ein neues Phänomen, das Wissenschaftler auch Sonntagsblues, Sonntagsneurose oder Wochenenddepression nennen. Hallo? Wie kann denn das sein? Ich beobachte immer wieder, wie besonders die Arbeitstiere an den jobfreien Tagen der Woche zu einem kläglichen Häufchen Elend zusammenfallen. Unlust, Motivations- oder Rastlosigkeit bestimmen das Befinden. Feierstimmung, Unternehmungsfreude und Entspannung: Fehlanzeige. Was sich widersprüchlich anhört, hat für mich aber durchaus nachvollziehbare Gründe.

Die Tonleiter des Sonntagsblues

Unter der Woche legt der Alltag fest, wann Sie aufstehen, was Sie erledigen, wie Sie die Aufgaben planen, kurz: Es existiert eine Struktur, innerhalb derer Sie funktionieren. Für Ihre Leistungen erhalten Sie – hoffentlich! – Anerkennung und Wertschätzung. Die Tage fliegen an Ihnen vorbei und schwups ist Wochenende. Futsch ist die tägliche Routine, sie sind plötzlich allein mit sich und ihrer Zeit.

Und dann schleicht sich der Wochenend-Blues ein: Unzufriedenheit, Langeweile, Frust. Jeglicher Antrieb fehlt. Manche Menschen übertönen diese Gefühle, indem sie am Wochenende auch arbeiten und so die Anspannung aufrechterhalten. Aber das ist keine Lösung. So kommen Sie nie runter von Ihrem Leistungspegel und es kommt der Moment, da fühlen Sie sich ausgebrannt. So entsteht der Sonntagsblues.

Singen Sie statt Sonntagsblues Ihr eigenes Lied

Um den Sonntagsblues auszuschalten, trällern Sie lieber Ihr eigenes Lied. Stehen Sie eben nicht, wie gewohnt, in aller Frühe auf, nur um dann in ein tiefes Loch zu fallen oder die ganzen privaten To-Dos abzuarbeiten. Schlafen Sie ruhig länger und starten Sie gemütlich in den Tag. Eine schöne Planung fürs Wochenende ist ein gutes Thema für Ihren fröhlichen, eigenen Song. Wie soll er sich morgens, mittags und abends anhören?

Vielleicht schön frühstücken, ein gemütliches Mittagsschläfchen und abends ins Theater oder Konzert? Ganz wichtig: Ihr Lied braucht unbedingt auch Pausen, damit es gut. klingt. Räumen Sie sich daher auch Zeit ein, in der Sie mal einfach nichts tun. Eine Ruhephase, um Ihre Kräfte zu regenerieren. Das mag am Anfang nicht leicht sein – schließlich hat Ruhe für gewöhnlich selten Platz im Alltag –, wird aber mit der Zeit immer mehr zum Genuss.

Hobbys und Luxus als Kurpaket

Ihre freie Zeit können Sie auch für Dinge nutzen, die unter der Woche keinen Platz haben. Das geliebte Hobby zum Beispiel, dem Sie sich ausgiebig widmen. Sie haben keins? Das höre ich immer wieder, aber selten stimmt das. Meist ist das Hobby über die Jahre schlichtweg in Vergessenheit geraten. Ganz bestimmt gibt es etwas, das Sie früher gern gemacht haben. Erinnern Sie sich daran und fangen Sie wieder damit an.

Im Übrigen haben Sie sich auch eine Belohnung verdient für das, was Sie jeden Tag leisten. Gönnen Sie sich was! Lümmeln Sie auf dem Sofa, hören Sie Musik, lesen Sie oder gehen Sie ins Café. Vielleicht scheint die Sonne und Sie setzen sich in den Park oder Garten. Überlegen Sie, welche Belohnung für Sie passend ist und schenken Sie sich den Luxus, den Sie sich unter der Woche nicht leisten können. So macht das Wochenende wieder Spaß – der Blues verstummt.

Schlecht drauf sein erlaubt

All das hört sich schön an. Trotzdem lauert die Gefahr, dass Sie sich zu viel vornehmen. Dann betrügen Sie sich selbst, indem Sie den Alltagsstress in Freizeitstress umwandeln. Wenn Sie durch Ihr Wochenende hetzen, wie bei der Arbeit, gewinnen Sie nichts. Es geht ums Durchatmen, das muss immer Ziel Ihrer Planung sein.

Trotz bester Wochenendideen passiert es vielleicht, dass Sie einfach schlecht drauf sind. Und dann? Sehen Sie auch das als Luxus an. Sie können eben auch mal nicht funktionieren, müssen nicht immer happy sein. Lassen Sie das zumindest am Wochenende zu.

Sie sollten Ihre schlechten Gefühle ausleben, Ihnen begegnen, statt zu entfliehen. Und darüber landen Sie vielleicht bei neuen Gedanken, finden neue Sichtweisen. Oft kommen Körper und Geist zur Ruhe, weil das Hamsterrad auf einmal stillsteht. Schlecht drauf sein ist da erlaubt, auch das kann Ihr Lied sein, das Sie gegen den Wochenend-Blues anstimmen. Die Komposition und Tonlage bestimmen allein Sie.

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