Ankommen statt davonlaufen – erfolgreich mit Sabbatical

Sabbatical, Urlaub, Probleme, Alltag, Neustart, weglaufen

Haus verkauft, Möbel weg, alle Verpflichtungen auf Eis gelegt –  juhu, das Sabbatical steht bevor! Ein Jahr lang den Alltagssorgen entfliehen, jeden Tag nach Ihrem Gusto gestalten und einfach nur Sie selbst sein. Klingt fast wie Zauberei.

Doch aufgepasst! Der magische Moment verliert schnell seinen Zauber, wenn Sie die Koffer danach wieder zu Hause in den Schrank stellen und der Alltag einkehrt. Das können Sie mit der richtigen Vorbereitung verhindern!

Nicht „einfach nur weg“

Viele, die von einem Sabbatical träumen, sehen es als die Pauschallösung für Probleme aller Art: die nervigen Kollegen, der langweilige Freundeskreis oder die fehlende Perspektive. Einfach nur weg, Sabbatical, was anderes sehen – super!

Nein, leider nicht. Auch wenn Sie das Land verlassen, heißt das nicht automatisch, dass Sie auch Ihrem mentalen Gefängnis aus Routinen und festgefahrenen Strukturen entkommen. Beim Sabbatical geht es nämlich nicht ums Davonlaufen, sondern ums Ankommen. Dazu gilt es, ein paar Wegweiser zu beachten.

Denn wie bei jeder Reise gelten auch beim Sabbatical ein paar Rahmenbedingungen, bevor Sie aufbrechen können. Das Okay des Chefs einholen, das nötige Geld ansparen, die familiäre Situation klären – das sind Ihre To-dos, bevor Sie „on the road“ gehen. Wenn Kinder nicht gerade im schulpflichtigen Alter sind, ist ein Sabbatical übrigens auch mit den Kleinen ohne Weiteres möglich. Bekannte von mir aus Frankfurt sind zum Beispiel ein halbes Jahr nach Australien gezogen – mit zwei kleinen Kindern im Gepäck! Sie haben die einmalige Chance in der Elternzeit genutzt. Als seine Partner in der Anwaltskanzlei ihre Zusage für das Sabbatical kurzfristig zurückzogen, hat der Vater sogar gekündigt, um die gemeinsame Zeit zu verwirklichen.

Was ist Ihre Intention?

Diese Familie hat den Sinn des Sabbatical erkannt: Die Intention ist der richtige Grund, diese Auszeit einzulegen! Diese Intention kann eine Idee sein, die bereits lange in Ihnen brodelt: der Traum von einem Leben auf Hawaii, einer Reise um die Welt oder eben einer Sabbatical-Elternzeit.

Auch der Wunsch nach Neuorientierung ist eine schlagkräftige Intention. Zwischen einer 40-Stunden-Woche, dem Herumkutschieren der Kinder und der wöchentlichen Frauenrunde noch schnell mal einen Roman verfassen oder für die Uni lernen – da brauchen Sie schon Superkräfte.

Unter diesen Voraussetzungen kann ein Sabbatical die richtige und sinnvolle Wahl sein – weil Sie nicht vor den Problemen zu Hause weglaufen, sondern den Blick nach vorne richten und sich die Zeit nehmen, neue Chancen auszuloten.

Sabbatical als Kraftquelle

Machen Sie also das Sabbatical zu Ihrer „Nachdenkpause“! Ein ungewohntes Umfeld ist der beste Nährboden für neue und wilde Gedanken. Wenn Stein A nicht mehr auf Stein B liegt, dann ordnen sich Ihre Denkmuster neu. Oder vielleicht finden Sie Ihr neues Lebenstempo im entspannten Barcelona oder im wuseligen New York? Das Ausprobieren lohnt sich, um auf neue Gedanken zu kommen, Ihren Fokus neu zu legen und Prioritäten im Leben zu ordnen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Sabbatical!

PS: Auch ohne Monsterurlaub und viel Geld ist ein Sabbatical möglich. Krafttanken können Sie bei einer halbjährigen Auszeit am Bodensee genauso wie in der Karibik – solange die Intention stimmt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Abonniere „PASSepartout“ – Kerstin Harneys Impulse, Tipps und Angebote für Dein PASSgenaues Leben & Business.

1mal pro Monat

Du kannst Dich jederzeit wieder abmelden.
Mehr zum Thema Datenschutz erfährst du hier.