Geht nicht, gibt’s nicht: So geht Stressbewältigung

Stress reduzieren

Der Tag hat 24 Stunden – zehn davon verbringen Sie im Büro, sieben davon im Bett … Und für den Rest bleibt deutlich zu wenig Zeit übrig. Einkaufen, Schranktür reparieren, Eltern besuchen, Freunden helfen, den Kindern die Gutenachtgeschichte vorlesen und dann drücken noch die unerledigten Aufgaben aus dem Büro auf die Stimmung. Die Lösung für viele: Sie arbeiten am Abend und am Wochenende. Mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten mehr als die vereinbarte Arbeitszeit. Da sind 50 bis 60 Stunden pro Woche auch mal schnell erreicht. Sie sind also in guter Gesellschaft, wenn es bei Ihnen auch so ist. Die Folge: Die Batterien sind leer, aber das Tagessoll ist nicht erreicht, das Stresslevel steigt. Irgendwie muss es doch machbar sein, dass Sie die Arbeit im Büro lassen und abends Zeit für andere Dinge haben? Denn nur, wenn Sie auch abschalten, können Sie wirklich Ihr Bestes geben. Auch wenn die Situation im ersten Moment aussichtslos scheint, Sie selbst können die Ursache identifizieren und Stressbewältigung lernen.

Wenn sich das System nicht ändert, ändern Sie etwas

Klar, die Aufgaben, die Sie von Ihrem Vorgesetzten bekommen, müssen pünktlich fertig werden. Und natürlich können Sie auch Ihre Familie und Freunde nicht im Stich lassen. Doch Ich-Zeit und Hobbys zu streichen, ist auch keine Lösung.

Die unausweichliche Tatsache: Sie müssen etwas ändern – auch wenn sich das System vermutlich nicht ändert und sich Ihre Verpflichtungen auch nur bedingt reduzieren lassen. Sie allein können Einfluss auf Ihre aktuelle Situation nehmen, ein anderer wird es nicht für Sie tun.

Doch genau das ist der Punkt: viele Menschen wissen gar nicht, was sie wirklich stresst. Der Stress ist einfach da und die Ursachen erforschen nur die wenigsten. Dafür scheint einfach keine Zeit zu sein. Wie können Sie dann aber etwas ändern? Und wie soll Stressbewältigung überhaupt losgehen?

Erste Hilfe: Stressfaktoren identifizieren

Der erste Schritt aus dem Dauerstress ist also, herauszufinden, was Sie wirklich stresst. Was lenkt Sie von der Arbeit ab? Ist der Arbeitsplatz zu laut, zu warm oder zu kalt? Steht ständig ein Kollege in der Tür und unterbricht Sie bei Ihrer Aufgabe? Reiht sich ein Meeting an das nächste?

Nur wer sich den Grund bewusst macht, kann Stressoren schnell ausschalten. Vielleicht können Sie den Arbeitsplatz mit einem Kollegen tauschen und näher an der Heizung sitzen. Oder es hilft, für ein paar Stunden das Telefon auf die Zentrale umzustellen, das E-Mail-Programm oder die Bürotür zu schließen. Oder können Meetings anders vorbereitet werden? So winzig manche Maßnahmen sind, so wertvoll sind sie für einen stressfreieren Alltag.

Soweit die erste Hilfe für die Stressbewältigung. Häufig ist es damit jedoch nicht getan. Die Ursache liegt viel tiefer: in Ihren Glaubenssätzen.

Glaubenssätze erkennen

So beobachte ich bei meinen Klienten immer wieder dasselbe Phänomen: Sie wissen, dass Sie mit bestimmten Personen über ihre Probleme sprechen müssten, schaffen es jedoch nicht, dieses Gespräch wirklich zu führen. Irgendetwas hält sie davon ab.

Wenn es Ihnen auch so geht, sollten Sie Ihren Blick nach innen richten und sich selbst gut zuhören. Fragen Sie sich, warum Sie das Gespräch nicht führen oder an den Umständen nichts ändern. Häufig werden Sie von unbewussten Glaubenssätzen beherrscht. Schließlich wird schon den Schülern beigebracht „Ohne Fleiß kein Preis“, von den Eltern und Großeltern wird vermittelt „Wohlstand muss wehtun“ und sowieso gilt im Business „Stärke = Professionalität“.

Und auch der Glaube „Ich muss es allen recht machen“ führt dazu, dass ein Gespräch mit dem Chef gar nicht zu Veränderungen führen kann, die Stress reduzieren. Denn mit diesem Mindset wird niemand überzeugend wirken – das Gespräch geht mit dem Verstoß gegen den eigenen Glaubenssatz einher.

Bewusster agieren

All das passiert jedoch unbewusst. Die Reaktionen resultieren aus den unbewussten Glaubenssätzen und so wie es eben die bisherige Lebenserfahrung gelehrt hat – sie passieren automatisch.

Nur wer sich seine Glaubenssätze bewusst macht, kann auch bewusst agieren und Veränderungen initiieren. Auf diese Weise funktioniert Stressbewältigung effizient.

So können Sie Ihr Bewusstsein schärfen und Automatismen neu programmieren – und zwar auf die von Ihnen gewünschte Reaktion: Stellen Sie sich eine Situation vor, in der Sie anders reagiert haben, als Sie es eigentlich beabsichtigt hatten. Was hätten Sie getan, wenn Sie die Möglichkeit gehabt hätten, gut zu überlegen? Wie wäre Ihre Reaktion mit Bedacht ausgefallen? Schreiben Sie sich mögliche – für Sie bessere – Reaktionen auf. Wiederholen Sie dieses Gedankenspiel und üben Sie Ihre Wunschreaktion ein, damit Sie sie zukünftig automatisch abrufen können.

So „programmieren“ Sie sich allmählich neu und können mit der Zeit bewusster agieren und reagieren – gemäß Ihren Bedürfnissen und Wünschen und vor allem, um Stressfaktoren zu reduzieren. Für mehr Zufriedenheit und Ihr passenderes Leben.

Welche Faktoren stressen Sie im Job?

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